Profil

TONIKUM ist ein engagierter Kammerchor aus ca. 24 Sängerinnen und Sängern, der die Berliner Konzertlandschaft seit seiner Gründung 1997 mit ungewöhnlichen Musikprojekten bereichert. Ziel des Chores und seiner Dirigentin Kerstin Behnke ist es, anspruchsvolle Musik auf unterschiedlichen Ebenen erfahrbar zu machen und dabei die bekannte Form des Chorkonzerts herauszufordern und zu erweitern.

Der musikalische Schwerpunkt liegt auf polyphonen Werken der Renaissance und des frühen Barock. Der Chorklang zeichnet sich durch die für diese Musik notwendige Transparenz, Beweglichkeit und Textverständlichkeit aus. Die Sängerinnen und Sänger sind in der Lage, auch in kleinen Gruppen ihre Stimmen selbstständig und flexibel zu führen.

In TONIKUMs zahlreichen Themenkonzerten an ausgewählten Aufführungsorten tritt die Musik in eine enge Verbindung zum architektonischen Raum, zu anderen Künsten (z.B. Theater, Malerei, Tanz, Literatur) oder wissenschaftlichen Inhalten. Mit seinen kinetischen Konzerten erschließt der Chor durch individuelle Bewegungen im Bühnenraum neue Interpretationsebenen und lotet die Spannung zwischen Dirigentin und Chor, Individuum und Gruppe aus. Darüber hinaus ist TONIKUM dafür bekannt, mit Hilfe unterschiedlicher interaktiver Konzepte die innere Beteiligung seines Publikums über das reine Hören der Musik hinaus zu erweitern.

Chorleitung

Kerstin Behnke ist künstlerische Leiterin des Kammerchors TONIKUM und der Berliner Cappella, mit der sie regelmäßig in den großen Konzertsälen Berlins auftritt. Daneben unterrichtet sie Chorleitung an der Musikhochschule Lübeck.

Kerstin Behnke ist als Gastdirigentin im In- und Ausland gefragt. So leitete sie 2009 das New Japan Philharmonic Orchestra in einer Aufführung von Beethovens Neunter Sinfonie in Tokio und 2012 die erste Aufführung des Brahms Requiem im Staatstheater Panama. Sie arbeitete u. a. mit dem Kammerchor und -orchester der Staatlichen Philharmonie Nowosibirsk, der Filharmonia Pomorska Bydgoszcz, der Nordwestdeutschen Philharmonie, den Brandenburger Symphonikern, dem Deutschen Filmorchester Babelsberg und dem Konzerthausorchester Berlin. In der Saison 2012/2013 leitet sie Einstudierungen beim RIAS-Kammerchor.

Eines der zentralen Anliegen der Dirigentin ist es, vergessene Werke von Komponistinnen in das Konzertrepertoire aufzunehmen und ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Zahlreiche Uraufführungen und die kontinuierliche Einbeziehung von Werken aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in ihre Konzertprogramme zeugen von ihrem Einsatz für die zeitgenössische Musik. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt darauf, Musikalisches und Außermusikalisches konzeptionell zu verknüpfen, dadurch neue Zusammenhänge herzustellen und sinnlich erfahrbar zu machen.

Kerstin Behnke studierte Schulmusik in Hamburg und Dirigieren bei Prof. Mathias Husmann an der Berliner Hochschule der Künste.

Besetzung

Sopran

Anna Bergann, Katrin Harder, Anne-Sophie Lanier, Birgit Nauschütz, Sarah-Luise R., Cornelia Rheinländer, Birte Saathoff, Konstantina Wetzel

Alt

Evelyn B., Katharina Bock, Isabella F., Rinah Lang, Gudula Raudszus-Niemann, Susanne Steffen, Annika Steinhöfel

Tenor

Andreas Hamprecht, Patrick Siegele, Christoph Ullmann, Clemens Wagner, Peter Weissenburger

Bass

Peter C., Christian Kampkötter, Christoph Löffler, Moritz M., Heiko Meyer, Tobias S., Ludger Wedding